Kritiken zu "Vol(l)ume 14"
Rock Hard 01/2011 - 8,5 Punkte
Metal Hammer 01/2011 - 5 Punkte (Platz 7 im Soundcheck)
Nachdem TANKARD im letzten Jahr bereits ihr 25-jähriges Bandjubiläum feierten, ist es nun wieder Zeit, ein neues Studioalbum auf die durstige Fangemeinde loszulassen. Man stelle sich diesmal ein „worst case scenario“ vor: was könnte schlimmer sein als Durst?? Und mit dieser Horrorvision im Kopf erhielt das neue Werk von Frankfurts Thrash-Helden den Namen „Thirst“, der aber ebenso als Statement gesehen werden darf, dass TANKARD auch nach über einem Vierteljahrhundert immer noch „durstig“ nach mehr sind.
Die 10 neuen Songs (inklusive einiger Überraschungen) werden alle Fans absolut zufriedenstellen. „Octane Warriors“ und „Stay Thirsty“ machen unmissverständlich deutlich, worum es bei TANKARD geht, und auch der spezielle Humor der Band kommt nicht zu kurz („Myevilfart“, „Sexy Feet Under“). So charismatisch und einzigartig wie eh und je vollstrecken TANKARD auch auf „Thirst“ ihren intensiven, melodischen Thrash Metal und bleiben sich jederzeit treu, ohne auf der Stelle zu treten. Darüber hinaus enthält „Thirst“ einige der besten TANKARD-Kompositionen überhaupt!
Mit „When Daddy Comes To Play“, das mit einem Kinderchor (!) aufwartet, liefert die Band eine faustdicke Überraschung. „Das ist der etwas „andere“ Song auf dem Album“, bestätigt Sänger Gerre. Für den Videoclip fiel die Wahl auf „Stay Thirsty“, eine urtypische Hymne, wie sie nur TANKARD schreiben können. Das Resultat kann sich mehr als sehen lassen und zog schon das Interesse von skandinavischen und südeuropäischen MTV-Stationen auf sich. Der Clip reflektiert erneut, dass TANKARD immer noch lieben, was sie tun. Nach all den Jahren präsentieren sich die europäischen Thrash-Pioniere 2008 in der besten Form ihrer gesamten Karriere!
Schon bald nach ihrer Gründung 1982 eilte TANKARD ein Ruf wie Donnerhall voraus.
Von Anfang an standen dabei die Texte der aufstrebenden Frankfurter Band im Mittelpunkt: Alkohol in all seinen Variationen, mit all seinen eventuellen Folgen…
Doch im Laufe der Zeit wurde aus ein paar Spaßmusikern eine richtige Band, für die TANKARD weit mehr war als nur ein Hobby. Mit Viel Fleiß, Durchhaltevermögen und Glauben an sich selbst, wurde aus TANKARD eine versiert lärmende Kapelle mit der Durchschlagskraft einer Dampframme, die ihre Fangemeinde unaufhörlich vergrößerte.
Heute sind TANKARD nicht nur für ihren ureigenen Humor berüchtigt, sondern gelten als qualitative Konstante für starkes Songwriting und erstklasigen Sound.
Während sich andere Bands in schwierigen Zeiten auflösten, drei Gänge zurückschalteten oder eine Reunion brauchten, um sich wieder interessant zu machen, waren TANKARD immer da – die ganze Zeit! Ihre frühen Werke besaßen den wilden Charme eines noch den Kinderschuhen steckenden neuen Genres, das den geliebten Sound der NWoBHM mit der Aggression des Punk verband. So wurden TANKARD nicht nur zu Mitbegründern des Thrash Metal, sondern prägen ihn bis heute nachhaltig.
Ein Blick auf die Diskografie unserer spaßigen Hessen macht einiges deutlich: „The Morning After“, „Stone Cold Sober“, Kings Of Beer“, „Beast Of Bourbon“, „The Beauty And The Beer“… geht es nicht irgendwie immer um „Durst“ („Thirst“)??