HIT THAT - Events und Promotion

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Highjack Sisters

Highjack Sisters

+ Keen, The Red Heads, The Waterschlints & Sugar To The Sweet

  • Datum:26.12.2009
  • Einlass:19.00 Uhr /  Beginn:20.00 Uhr
  • Location:Paradox Ingolstadt
  • Stil:Rock
  • Event ist bereits vergangen

Die Bühne liegt schwarz, zitternd, wartend in der Dunkelheit. Gespannte Stille zieht durch das Publikum, die gierig darauf lauert, endlich durchbrochen zu werden. Plötzlich schreit wie aus dem Nichts eine zornig verzerrte Gitarre auf, zerreißt die Stille mit aller Macht und legt sich über die gespannten Gesichter der Fans. Mit einem Donnern kündigt sich in verheerender Geschwindigkeit die gedoublte Base-Drum an, unterstützt von einem unheilverkündenden Bass. Blitzartig flammen die Scheinwerfer über der Bühne auf und eine raue Stimme beschwört endgültig den Sturm herauf, der die Crowd erfasst, sie mitreißt, sie nicht entkommen lässt und sie dann in einen Abgrund schleudert, aus dem es kein Entrinnen gibt. Am Ende bleiben nur durchnässte Gestalten zurück, die den auf der Bühne zelebrierten Orkan überstanden haben.

Wem diese Erfahrung bekannt vorkommt, der hat wohl bereits eine Live-Performance der Highjack Sisters, vorher Silence of Rage, miterlebt. Die Ingolstädter Band spielt seit fünf Jahren in folgender Besetzung zusammen: Klaus Kürzinger (Sänger), Christoph Binder (Lead Gitarre), Christoph Bankmann (Rhythmus Gitarre), Christopher Meister (Bass) und Daniel Spielmannleitner (Drums). Das Motto der Band ist „Kick Ass Rock' n' Roll“, was bedeutet, dass die klassischen Wurzeln des Rock um einige Arschtritte, also härtere, agressivere Komponenten erweitert wurden. Man sollte aber nicht den Fehler machen und die Band ausschließlich darauf reduzieren. Das musikalische Spektrum ist breit gefächert. Schnelle, andrenalingeladene Stücke wechseln sich mit ruhigeren, melodischeren Kompositionen ab. Im Vordergrund steht die musikalische Kreativität, die sich wohltuend vom häufigen Einheitsbrei der Musikindustrie abgrenzt. Ebenso wie die Musik decken auch die Texte ein weites Feld ab. Sie reichen von einheizenden, das Publikum animierende Mitsingpassagen bis hin zur Sozialkritik, die anhaltende Missstände anprangert und Probleme der heutigen Gesellschaft gnadenlos aufdeckt. Die größte Freude bereiten der Band aber immer noch ihre Live-Auftritte. Diese sind sowohl Prunkstück als auch Aushängeschild. Kochende Konzerthallen, vom ersten Zupfen der Gitarrensaite bis zum letzten Krachen des Crashbeckens, sind hier garantiert. Dies beweist nicht nur die umfangreiche Fangemeinde, die sich nach jedem weiteren Auftritt kontinuierlich vergrößert, sondern etwa auch der Gewinn des Aqua-Turbo-Contests, des heutigen Maxi-DSL-Contests. Der größte Erfolg war aber der Auftritt beim „Rock for Asia“-Festival, wo man die Gelegenheit bekam neben Größen wie Saxon, In Extremo oder Edguy zu spielen und sich vor diesen etablierten Bands durchaus nicht verstecken musste. Einen weiteren Höhepunkt der Bandgeschichte stellte der Gewinn beim beliebten Saitensprungcontest in Pfaffenhofen dar.

Nach einer einjährigen Kreativpause ist die Band nun mit neuem Namen, doch mit altbekannter Energie zurück. Ihr Sound hat sich während dieser Zeit kontinuierlich weiterentwickelt. Die Gitarrenriffs sind noch härter, der Drumsound noch komplexer, die Texte noch ausgefeilter. Nach der Arbeit an einer neuen Demo-CD wird in den kommenden Monaten nun wieder die heiße Phase der Live-Auftritte eingeläutet. Springende Menschen, aufeinanderkrachende Pogkreise und die rohe Naturgewalt des Highjack-Sisters-Rock können dabei garantiert werden.

Also, wenn man mal wieder eine dunkle, stille Bühne vor sich sieht, sollte man gewarnt sein: Die Highjack Sisters könnten sich auf ihr befinden. Vielleicht sollte man ab diesem Moment doch lieber für nichts mehr garantieren.